Zivilschutzverbund der Gemeinden Aesch, Duggingen, Grellingen, Nenzlingen und Pfeffingen
Donnerstag, 09.02.2012
Stabsübung 2010 – viel Rauch – doch alles unter Kontrolle PDF Drucken E-Mail

Stabsübung 2010 - viel Rauch - doch alles unter Kontrolle

Dienstag, 13. April 2010, es ist 08:30 Uhr. Die Luft ist schlecht und Rauch be­hin­dert die Sicht. Mit einem Donnern kracht der Baum in sich zusammen - er konnte dem Feuer nicht mehr Stand halten. Dann dreht sich auch noch der Wind - eine Gefahr für die Häuser am Aescher Dorfrand. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie vom Feuer heimgesucht werden - Waldbrand am Muggenberg!

 

Doch halt, halt! Zum Glück ist in Aesch nichts passiert, ist dies doch  nur die fiktive Ausgangslage für die diesjährige Zivilschutz-Stabsübung aus der Feder von Hanspeter Häring, der die Beteiligten mit dieser Situation auf den Prüfstein setzen will. Doch so oder ähnlich könnte es sich tatsächlich abspielen. Ein Szenario auf das man vorbereitet sein muss um Schaden für Mensch und Umwelt abzu­wehren.

 

Diesjähriges Krisenszenario ist also ein Waldbrand am Muggenberg. Ein Szenario, das sich vor allem in warmen Sommern verwirklichen könnte. Im gerade 1 km entfernten OKP laufen die Drähte heiss, das Telefon klingelt - alles wirkt ernst. Die Führungsunterstützung  unter der Leitung von Marc Hoffmann und das Kommando unter der Leitung von Patrick Jehrmann werden ganz schön gefordert. Sie arbeiten zusammen mit den Partnerorganisationen Polizei, Feuerwehr und Sanität, wichtig dabei: Die Koordination! Die Aufgabe für den Zivilschutz: Einschätzung der Situation und Erstellung eines Lagebilds. Auf diesem werden die Brandherde eingetragen. Beobachtungs- und Verkehrsposten werden in Gruppen eingeteilt und kommen am Krisenort zum Einsatz. Für 2 Häuser ist die Gefahr zu gross - sie müssen evakuiert werden. Betreuer vom Zivilschutz kümmern sich vor Ort um die Betroffenen. Um 11 Uhr dann Entwarnung - der Brand ist gelöscht - nach 2 ½ Stunden ist der Einsatz beendet - das Planspiel vorbei.

 

Für Marc Hoffmann, Zugführer in der Führungsunterstützung war es ein erfolgreicher Einsatz. „Natürlich ist es ruhiger als im Ernstfall", sagt er mit einem Zwinkern, „aber gerade dies lässt zu, dass man die Sicht auf die Details legen kann." Kernelement der Übung war vor allem die Verbesserung der Koordination unter den Gruppen. Dies ist Voraussetzung um ein existierendes Szenario schnell zu überblicken. Am Ende verlief alles gut und die 17 Zivilschützer der Führungsunterstützung und des Kommandos können zufrieden sein. Auch der Rauch hat sich inzwischen verzogen - alles unter Kontrolle, auch wenn man sich einen echten Waldbrand lieber nicht wünscht.








Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. Mai 2011 um 15:35 Uhr